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Schon jetzt schlägt die Kampagne
"Wühltischwelpen – nein Danke!" hohe Wellen. Der Europäische Tier-
und Naturschutz e.V. (ETN), TASSO e.V. und der Bund gegen
Missbrauch der Tiere e.V. (bmt) hatten die Aktion im Dezember 2009
gemeinsam gestartet. Laut TASSO berichteten bisher rund 100
Betroffene von ihren Erfahrungen mit unseriösen Hundehändlern.
Über 2300 Menschen hätten das Informationsmaterial angefordert und
etwa 100.000 Informationskarten verteilt. Die überwältigende
Resonanz der Betroffenen zeige, dass sich der Welpenhandel für
viele unseriöse Züchter zu einem lukrativen Geschäft entwickelt
hat. Daher werden die drei Tierschutzorganisationen ihre
Aufklärungsarbeit in den nächsten Monaten verstärkt fortführen.
"Es ist erschreckend, mit
welcher Skrupellosigkeit die unseriösen Züchter vorgehen",
kommentieren ETN, TASSO und der bmt die erste Auswertung der
Erfahrungsberichte. "Das Mitleid und die Tierliebe der
Menschen wird von gewissenlosen Händlern ausgenutzt, um Profit zu
machen – auf Kosten der Tiere, aber auch der Menschen, die ihren
Welpen leiden und sterben sehen." Denn einhellig berichten
die Betroffenen auf der Homepage von TASSO von kranken Tieren, die
langwierig, aber erfolglos von den Tierärzten behandelt wurden.
Sarah G. schreibt: "… Meine Hündin ist jetzt 7 Monate und
todkrank, und ich bin am verzweifeln." Und ein anderer
Betroffener berichtet: "Ich habe es damals auch gemacht, und
dann war der Welpe voll mit Würmern und Flöhen und starb kurze
Zeit später. Man hat mir gesagt er wäre 9 Wochen alt, dabei war er
laut Tierarzt gerade ein paar Tage alt, viel zu früh vom
Muttertier weg."
Neben dem Verlust des Tieres haben
offenbar alle Tierhalter zudem hohe Tierarztkosten zu beklagen,
die die durch den vermeintlich günstigen Preis beim Kauf des
Rassewelpen gesparte Summe um ein Vielfaches übersteige. Ein
Mitarbeiter eines Zoofachgeschäfts bestätigt die Erfahrungen der
Tierschützer: „Bald wöchentlich erscheinen zur Zeit Kunden mit
Welpen kleiner Rassen. Auf Nachfrage geben die Leute als Alter
meist 4-6 Wochen an, haben keine Ahnung von der Ernährung, und
meist sind sie über das Internet an den Hund gekommen. Meine
Kollegen und ich sind jedesmal entsetzt und versuchen den Leuten
klar zu machen, dass sie damit diesen Handel forcieren. Die
Antworten sind meist: war günstig, tat mir so leid, Papiere
brauche ich nicht usw. Manche dieser Hunde sehen schon krank aus,
und wir versuchen alles, die Leute sofort zum Tierarzt zu
schicken.“
ETN, TASSO und bmt erneuern
angesichts dieser erschreckenden Berichte ihren Appell, keine
Welpen zu Schnäppchenpreisen zu kaufen und sich vor dem Kauf genau
über die Herkunft des Tieres zu informieren. Auch Mitleid, so die
Tierschutzorganisationen, sei ein schlechter Ratgeber beim Kauf
von Tieren. Worauf Interessenten beim Kauf eines Hundes achten
sollten, haben ETN, Tasso und bmt in einem Positionspapier
zusammengefasst. Es findet sich, zusammen mit weiteren
Informationen, auf den Websites der drei Organisationen.
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